Eigenblut-Behandlung · UVB-Behandlung · Ozon-Behandlung

Eigenblut-Behandlung

Bekannt wurde die Eigenblutbehandlung als Therapieform in Deutschland durch den Berliner Chirurgen August Bier (1861-1949). Er forschte nach Therapiemethoden, die die natürlichen Abwehrkräfte und Heilvorgänge stärken. Er interessierte sich besonders für Reiztherapien, die mit Hilfe von Fieber und Entzündung das Abwehrsystem aktivieren.

Die Entdeckung, dass eine Fraktur schneller heilt, wenn sich ein Bluterguss an der Bruchstelle gebildet hat, brachte ihn auf die Idee, Eigenblut bei dem Patienten zwischen die Frakturenden zu spritzen. August Bier ging davon aus, dass die nach der Eigenblutinjektion freigesetzten Eiweißverbindungen als Reizstoff im Organismus wirksam werden, dadurch eine akute Entzündung in Verbindung mit Temperaturerhöhung (Abwehrerhöhung) auslösen und somit den Heilungsprozess bewirken.

Durchführung

Dem Patienten werden aus der Vene 0,5 - max. 5 ml Blut entnommen, mechanisch hämolysiert und anschließend sofort intramuskulär reinjiziert. Mit dieser Injektion des Eigenblutes  soll das Immungedächtnis geweckt werden. Es können vermehrt Killerzellen und Leukozyten wirksam werden. Das injizierte Blut wird als erneute Infektion vom Organismus erkannt und mit einer Stimulierung der Körperabwehr beantwortet. Diese Therapieform erfordert meist eine Behandlungsserie von 10 Sitzungen, die möglichst über einen Zeitraum von 5 Wochen abgeschlossen werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dem Eigenblut den Beschwerden entsprechende Homöopathika oder Phytotherapeutika beizugeben, um die Wirkung zu  unterstützen.

Regeneration durch Sauerstoff (UVB-Behandlung)

Die UVB-Behandlung ist eine Sonderform der Eigenblut-Behandlung. Sie stellt eine sehr sanfte Methode dar. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der örtlichen Durchblutung durch eine Herabsetzung der Gerinnungsfähigkeit, die Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes und damit auch der Thromboseneigung.

Durchführung

Aus der Vene werden 50 ml Blut entnommen. Dieses Blut wird in einen ungerinnbaren Zustand gebracht und in einer speziellen Apparatur mit ultraviolettem Licht (253,7 nm) bestrahlt. Das so aktivierte Blut wird nun wieder in den Körper zurückgeführt und sorgt nachhaltig für eine verbesserte Gefäßdurchblutung. Eine Behandlung dauert ca. 10 Minuten und solle 8-10 mal durchgeführt werden.

Ozon-Therapie

Ozon greift auf vielfältige Weise in unsere Stoffwechselprozesse ein und wirkt positiv auf eine mangelnde Versorgung mit Sauerstoff. Hierbei kommen direkte und indirekte Einflüsse zur Wirkung. Hauptsächlich sind das:

  • Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
  • Verbesserung der Sauerstoffabgabe an das Gewebe

Durchführung

Dem Patienten werden ca. 100 ml venöses Blut entnommen und ungerinnbar gemacht. Danach erfolgt die Anreicherung mit Ozon und die sofortige Rückinfusion in die Vene. Eine Ozonbehandlung kann auch äusserlich bei schlecht heilenden Wunden sowie rektal angewandt werden. Welche der Eigenblutbehandlung zur Anwendung kommt, wird auf der Grundlage einer exakt durchgeführten Anamnese entschieden. Die Indikationen hierfür sind unterschiedlicher Art.

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